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Wien – Was nicht im Baedeker steht

23,00

Ludwig Hirschfeld

Nachwort von Martin Amanshauser

 

2020, Hardcover, 240 Seiten
Milena Verlag
978-3-903184-57-2

 

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Wien – Was nicht im Baedeker steht

Ludwig Hirschfelds charmanter feuilletonistischer Reiseführer entführt uns in das Wien der 1920er Jahre. Als im Sacher noch keine alleinsitzenden Frauen bedient wurden. Als es kaum Bierlokale in der Stadt gab. Als man sich noch Eintänzer beim Kellner bestellen konnte, wenn der Gatte keine Lust hatte.

Im Jahr 1927 erschien dieser köstliche Wien-Reiseführer. Autor Ludwig Hirschfeld, der bereits in Karl Kraus’ „Die letzten Tage der Menschheit“ Erwähnung findet, beschreibt in sehr launigem, charmantem Stil seine Stadt.

In 19 Kapiteln wird uns das alte Wien nähergebracht: Essen und Trinken, die angesagtesten Lokale, Kunst & Kultur, die Parks, das Burgtheater, die Nacktrevuen – alles, was der Tourist und Einheimische wissen muss. Aber Hirschfeld hat auch damals Veränderungen zu beklagen: Die Bankenhäuser verdrängen die Kaffeehäuser. Die Wiener trinken fast kein Bier mehr! Es gibt viel zu schmunzeln für den heutigen Leser.

 

Apropos, wussten Sie:
… was ein Schnitzel mit Charlestongarnierung ist?
…dass der Ober im Kaffeehaus „Zahlmarkör“ genannt wurde?
… dass in den meisten großen Lokalen Salonkapellen oder Jazzbands spielten?

 

Erinnern Sie sich noch an das Café Lurion in der Siebensterngasse? An das Café Arlon in der Rothgasse? An das Krystallcafé auf dem Aspernplatz?

Der beliebteste Reiseführer der 1920er Jahre.

 

Ludwig Hirschfeld (1882–1945), geb. am 21. Mai 1882 in Wien, gestorben zwischen 7. November 1942 und 4. Mai 1945 im KZ Auschwitz.

Hirschfeld arbeitete als Redakteur der Neuen Freien Presse und als Chefredakteur für die Moderne Welt. 1927 erschien sein alternativer Reiseführer „Das Buch von Wien und Budapest“, 1929 auch in englischer Übersetzung. Er verfasste darüber hinaus eine Vielzahl von Novellen, Schauspielen und Libretti und war als Übersetzer und Feuilletonist tätig.

Hirschfeld wird bei Karl Kraus in „Die letzten Tage der Menschheit“ in der Szene vor dem Hotel Imperial erwähnt. Freund Felix Salten resümierte, dass er sich „fast immer als Schriftsteller von ausgesprochen journalistischem Temperament“ zeigte.

Am 6. November 1942 wurde er nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

 

Pressestimmen

GUTE ZEITREISE. Der Wiener Verlag Milena fördert regelmäßig längst vergessene literarische Perlen zu Tage. Best-Practice-Beispiel ist Ludwig Hirschfelds Wien-Reiseführer. Der Feuilletonist, der unter anderem für die „Neue Freie Presse“ seinen Federkiel spitzte, zerpflückt mit liebevoller Bösartigkeit das Wien der 1920er-Jahre. Vor allem wenn es um Wiens Bewohner und ihr Verhalten im Kaffeehaus, Theater oder Fasching geht, sitzen die Pointen. Dabei wirkt so manches Kuriosum noch erstaunlich zeitgemäß. Etwa wenn es über den Jägerball heißt: „Es genügt, wenn Sie ein Dirndlkostüm anziehen und der Herr Gemahl einen Bauernjanker zur Frackhose.“ Eine vergnügliche Zeitreise, aufgefettet mit einem Nachwort von Martin Amanshauser.
trend. September 2020

 

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