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Tams Reise durch die jüdische Märchenwelt

22,60

Siegfried Abeles

 

Hrsg. v. Ulrich Leinz
Illustriert v. Victor Kosak
2022, Paperback, 27 Abb., 152 Seiten
Gans Verlag
978-3-946392-18-7
verfügbar ab: 07.04.2022

Artikelnummer: 978-3-946392-18-7 Kategorien: , Schlagwörter: , ,
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Fünfundzwanzig Kindermärchen nach jüdisch-volkstümlichen Motiven

Hätte nicht Herr Kikeriki ihm die Richtung gewiesen, der Wurm Schamir ihm durch die Berge geholfen und der große Wal ihm den fliegenden Teppich geliehen, dann wäre der kleine Tam nie in sein Land gekommen, wo Milch und Honig fließen. Dort angekommen, nimmt der gute Bauer Jehuda ihn bei sich auf erzählt ihm allabendlich die schönsten jüdischen Märchen:

  • von den jungen Arbeitern vom Turmbau zu Babel, die sich zwar nicht mehr mit Worten verständigen können, sich aber dennoch verstehen und gegenseitig helfen
  • von der von Ungerechtigkeit durchdrungenen Gesellschaft in Sodom und wie ein einzelner sich zur Wehr setzen kann
  • von Rollifahrer Josefs Absturz in fremde Unterwelten und wie er schließlich dem Gelehrten und Arzt Rambam begegnet und der ihn kuriert und
  • von der fröhlichen Dina, die durch den Wald läuft, sich verletzt und in große Gefahr gerät aber von ihrer Mutter gerettet wird, während ihr Vater von allem nichts mitbekommt
  • und viele weitere Märchen

Mit einem Nachwort von Gabriele von Glasenapp: Sigfried Abeles’ zionistische Wirklichkeitsmärchen aus dem Geist der jüdischen Tradition

Mit sämtlichen Illustrationen und Vignetten des Malers F. Victor Kosak, digital restauriert von Amichai Green

Mit einer Fotografie des Autors Siegfried Abeles, freundlicherweise von Karin Maria Abeles zur Verfügung gestellt

 

„Jüdische Vergangenheit und zionistische Zukunft verbinden sich in Abeles’ Märchenzyklus zu einer untrennbaren Einheit. Es ist nicht zuletzt diese Gestaltung des Modernen auf der Basis des Alten – von Abeles in seinem Märchenzyklus mit einer Vielzahl von Bildern immer wieder aufs Neue erzählt –, die auf entscheidende Weise zum innovativen und indirekt vielleicht auch zum politischen Charakter dieser Sammlung beigetragen hat.“
Gabriele von Glasenapp

 

Siegfried Abeles wurde 1884 in Wien geboren und war seit 1910 Lehrer an einer jüdischen Schule für geistig behinderte Kinder und während des Krieges in einem Heim für Kriegsblinde. Im Zuge dieser Arbeit veröffentlicht er Aufsätze über hebräische Blindenschriftsysteme. Im Jahr 1919 wurde er Inspektor der Heimstätten und Kindergärten und publiziert Aufsätze über pädagogische und soziale Fragen.

1922 erscheint sein erstes Kinderbuch „Tams Reise durch die jüdische Märchenwelt“.

1923 bringt Abeles Frau Sabine den gemeinsamen Sohn Norbert zur Welt. Abeles wird Mitarbeiter der Zeitschrift „Menorah“, deren Kinderseiten er gestaltet, zum Teil unter dem Pseudonym Onkel Ben Nathan.

1933 wird er Herausgeber und Verleger für das Periodikum „Benjamin – Zeitung für das jüdische Kind“, das allerdings noch im selben Jahr sein Erscheinen wieder einstellen muss. Als Beauftragter der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde ist er in den folgenden Jahren für die Belange der deutsch-jüdischen Emigranten und der Staatenlosen zuständig, die nach der Machtübertragung 1933 in zunehmend größerer Zahl nach Österreich gelangen.

Im Alter von nur 53 Jahren kommt Siegfried Abeles am 1. Juli 1937 in Wien durch Selbstmord ums Leben.

Siegfried Abeles’ Witwe, Sabine Griffels, wurde im Mai 1942 nach Weißrussland deportiert und dort ermordet.

Norbert Abeles konnte 1938 mit einem Kindertransport nach England entkommen.

 

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