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Prager Hinterhöfe im Frühling

32,90

Milena Jesenská

 

hrsg. v. Alena Wagnerová
Originalsprache: Tschechisch
2020, Hardcover, 17 Abb., 416 Seiten
978-3-8353-3827-2
Wallstein

 

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Milena Jesenská – Feuilletons und Reportagen 1919 – 1939

Diese journalistische Prosa leuchtet durch Präzision, ergreifende Unmittelbarkeit und Poesie.

 

Milena Jesenská ist bisher in erster Linie als Freundin Franz Kafkas bekannt. Diese Wahrnehmung versperrt den Blick auf ihre eigene schriftstellerische Tätigkeit. Ihr publizistisches Werk aus den Jahren 1919 bis 1939 steht gleichberechtigt neben Werken von Schriftstellerinnen wie Bettina von Arnim, George Sand oder Sophie Scholl.

Die Journalistin Jesenská durchbricht die übliche thematische Festlegung auf Mode und Haus und zeigt in szenisch lebendigen Reportagen die Alltagsnot nach dem Ersten Weltkrieg in Wien, die Kinderarmut, die Bildungsverelendung und den Schleichhandel.

In Prag propagiert Jesenská die Projekte der europäischen Avantgarde und deren gesamtgesellschaftliche Relevanz.

 

Den politischen Höhepunkt bilden die Reportagen aus den Sudetengebieten 1937 bis 1939. Jesenskás unvoreingenommener Blick sieht vor allem diejenigen Deutschen, die als Nichtmitläufer zwischen nationalsozialistischer und tschechischer Front verloren sind.

 

Alena Wagnerová stellt in diesem Band einzigartige Dokumente zusammen, die das großartige journalistische Werk Jesenskás wieder sichtbar machen.

 

Milena Jesenská (1896-1944) stammte aus einer bürgerlichen Prager Familie und zog 1918 nach Wien. Dort begann sie, für die tschechische Zeitung »Tribuna« erste Reportagen über das Leben in Wien zu schreiben und übersetzte ins Tschechische. 1925 kehrte Jesenská als erfolgreiche Journalistin nach Prag zurück.

Im März 1939 schloss Jesenská sich dem Widerstand an, wurde im November von der Gestapo verhaftet und starb im Mai 1944 im KZ Ravensbrück.

 

Pressestimmen

»Ich lese ja nur, um ein besseres Leben zu haben. (…) Und dafür sind für mich Milena Jesenskás Texte das Beste, was ich zurzeit finden kann.«
Volker Weidermann, spiegel.de, 09.04.2021

 

»Die Neuübersetzungen von Kristina Kallert zeigen uns Nachgeborenen eine verstörte und verstörende Welt.«
Katharina Teutsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.12.2020

 

»Es sind Fundstücke, die im Besten an das soziale close reading eines Joseph Roth erinnern«
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 09.12.2020

 

»Beim Lesen taucht man (…) tief in das Geschehen jener angespannten Jahre und Tage ein«
Bettina Hartz, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 27.12.2020

 

»eine der engagiertesten und besten Journalistinnen der Prager Avantgarde in den 20er- und 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts«
Angela Gutzeit, Deutschlandfunk Büchermarkt, 25.01.2021

 

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