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Monster

12,40

Yishai Sarid

Originalsprache: Hebräisch
2020, Taschenbuch, 176 Seiten
Kein & Aber
978-3-0369-6107-1

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Monster Am Ende dieser Geschichte steht eine Eskalation

Ein israelischer Tourguide streckt im Konzentrationslager von Treblinka einen deutschen Dokumentarfilmer mit einem Faustschlag nieder. Wie kam es dazu?
In einem Bericht an seinen ehemaligen Chef schildert der Mann, wie er jahrelang Schulklassen, Soldaten und Touristen durch NS-Gedenkstätten geführt hat und wie unterschiedlich diese mit der Erinnerung an den Holocaust umgehen. Nach und nach zeigt sich, dass seine Arbeit nicht spurlos an dem jungen Familienvater vorübergeht – die Grauen der Geschichte entwickeln einen Sog, gegen den keine akademische Distanz ankommt.

 

Yishai Sarid wurde 1965 in Tel Aviv geboren, wo er bis heute lebt. Nachdem er als Nachrichtenoffizier in der israelischen Armee tätig war, studierte er in Jerusalem und an der Harvard University und arbeitete später als Staatsanwalt. Heute ist er als Rechtsanwalt tätig und veröffentlicht Artikel in diversen Zeitungen.
Bei Kein & Aber erschienen bislang seine Romane „Limassol“, „Alles andere als ein Kinderspiel“ und zuletzt „Monster“.

 

Pressestimmen

»Ein die Leser gnadenlos vereinnahmender Roman. Sarid erspart seinen Lesern nichts. Er bleibt glasklar bis zum Ende – und absolut ratlos.«
Die Rheinpfalz

 

»Yishai Sarid lässt seine Figur mit der Erinnerung kämpfen, mit der Umdeutung der Geschichte, deren Aneignung ebenso wie mit deren Ausblendung. Er fragt nach der Verbindung zwischen Juden damals und Israelis heute, nach der Attraktivität von Stärke und er lässt keine moralisch gesicherte Position bestehen.«
WDR3

 

»Er dirigiert den Blick in die jüdische Perspektive, zeigt, wie die Shoah nach wie vor die israelische Gesellschaft quält. Das Monster ist die Erinnerung. Bis heute kennt sie kein Erbarmen.«
Süddeutsche Zeitung

 

»Der israelische Anwalt und Schriftsteller Sarid präsentiert mit seinem fulminanten Kurzroman eine satirisch-böse Abrechnung mit heuchlerischer Gedenkroutine und mit der von allen Seiten emsig betriebenen Holocaust-Industrie. Und zeigt gleichzeitig auf, wie hilflos wir Nachkommen – von Opfern wie von Tätern –dem «Monster» des damaligen Geschehens bis heute gegenüberstehen. Grossartig!«
NZZ am Sonntag

 

»Wo verläuft die Grenze zwischen Gedenkkultur und Vereinnahmung des Gedenkens? Yishai Sarid beschäftigt sich in seinem neuen Roman mit vermeintlich tabuisierten Fragen des Holocaust-Gedenkens. (Ein) unglaublich eindringlicher Roman.«
Der Standard

 

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