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Grenadierstraße

20,50

Fischl Schneersohn

 

Hrsg. v. Anne-Christin Saß
Nachwort von Mikhail Krutikov
Originalsprache: Jiddisch
2012, Hardcover, 278 Seiten
Wallstein
978-3-8353-1082-7

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Ein zeitgenössischer Großstadtroman über das Berlin der frühen 1920er Jahre

Eine Geschichte voller Begegnungen zwischen Ost und West, erstmals aus dem Jiddischen übersetzt.

 

Bahnhof Alexanderplatz: Ein bedeutender Rebbe aus Osteuropa trifft ein und wird von Hunderten Chassidim aus der Berliner Grenadierstraße begeistert empfangen. Der Protagonist, der deutsche Jude Johann Ketner, beobachtet diese Szene zufällig. Als Sohn eines wohlhabenden liberalen Bankiers ist Ketners Lebenswelt von Begegnungen unterschiedlichster Art geprägt: deutsche Burschenschaftler, jüdische Medizinstudenten aus Russland, Zionisten und Sozialisten, liberale und konservative deutsche Juden kreuzen seinen Weg ebenso wie orthodoxe Juden aus Osteuropa.

Die Grenadierstraße, sinnbildlich für den Ort der Begegnungen zwischen Ost und West, ist mehrfach Schauplatz seines Lebenswegs, bis er letztlich dem Rebben folgt. Auf diesem Weg wird mehrfach die Perspektive des ‚Fremden‘ gebrochen, und so entfaltet sich in diesem Adolenszenzroman ein differenziertes Panorama jüdischen Lebens in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.

 

Fischl Schneersohn (1887 – 1958), Autor zahlreicher wissenschaftlicher Veröffentlichungen, Erzählungen und Romane. Er wurde in Kamenets Podolskij (heute in der Ukraine) geboren, erhielt mit 16 Jahren die Rabbinerautorisation und studierte zwischen 1908 und 1913 Medizin in Berlin.

1927 erschien sein Hauptwerk ‚Der Weg zum Menschen‘, ein Gegenentwurf zur Psychoanalyse Sigmund Freuds.

Er lebte in New York, Warschau und Tel Aviv.

‚Grenadierstraße‘ erschien 1935 im Warschauer Verlag Literarishe bleter.

 

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