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Ein Fenster am East River

24,70

Adrienne Thomas

 

Hrsg. v. Armin Strohmeyr
2022, Hardcover, 368 Seiten
Südverlag
978-3-87800-162-1

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Roman aus dem New Yorker Exil

Mit ihrem Antikriegsroman „Die Katrin wird Soldat“ erlangt sie Weltruhm, sie gilt als der „weibliche Erich Maria Remarque“, unter dem nationalsozialistischen Ungeist werden ihre Bücher verboten: Adrienne Thomas (1897-1980) verlässt Deutschland 1933.
Ihre abenteuerliche Flucht führt die jüdische Autorin durch halb Europa, bis sie sich in die USA retten und einen Neuanfang wagen kann. Hier entsteht ihr autobiografisch grundierter Exilroman „Ein Fenster am East River“ – New York, 1943/44:

Die junge Tschechin Anna Martinek, aus einer angesehenen Familie mährischer Zuckerbarone, arbeitet als Telefonistin in Manhattan. Anonymität und Vielvölkergemisch, Glanz und Elend, Kampf ums Dasein und unbeschwerte Heiterkeit: Die Stadt am East River mit der eindrucksvollen Skyline zeigt Anna all ihre Gesichter, mutet ihr viel zu, nicht zuletzt in ihrem unbefriedigenden Job. Doch zunehmend fasst die junge Frau Fuß, findet Freunde, verliebt sich in den deutsch-dänischen Arzt Tom Sörensen, heiratet ihn gar.

Durch Zufall trifft Anna den Geigenvirtuosen Jürgen Niederode wieder, der ihr einst bei der Flucht aus Deutschland half, mit dem sie eine Liaison hatte und der nun auf Konzertreise ist. Erneut verfällt sie dem Charme des Musikers. Unterdessen wird Annas Mann zur Army eingezogen, der D-Day steht vor der Tür. Für wen wird Anna sich entscheiden?

 

  • Die Geschichte einer weiblichen Emanzipation, einer Bewährungsprobe in der Fremde und einer Entscheidung aus Liebe
  • Lange verschollen und nun wiederentdeckt: ein Roman aus dem New Yorker Exil in erweiterter deutscher Erstausgabe
  • Ein Plädoyer der Hoffnung in dramatischen Zeiten
  • Von der Autorin des Bestsellers „Die Katrin wird Soldat“, mit dem Adrienne Thomas 1930 weltberühmt wurde und zum „weiblichen Erich Maria Remarque“ avancierte

 

Adrienne Thomas (1897-1980) wächst in einer jüdischen Familie im Elsass auf, meldet sich 1914 freiwillig als Rotkreuzhelferin und wird angesichts des Kriegsgrauens zur glühenden Pazifistin.

Nach einer Gesangs- und Schauspielausbildung beginnt sie journalistisch zu arbeiten, veröffentlicht 1930 ihren Antikriegsroman „Die Katrin wird Soldat“, der ein vielfach übersetzter Bestseller wird.

1933 werden ihre Bücher verboten und verbrannt. Sie emigriert, erst in die Schweiz, dann nach Wien. Verfolgung und Flucht setzen sich fort. Nach Internierung in einem Lager und erneuter Flucht kann sie in die USA entkommen. 1947 kehrt sie nach Wien zurück, schreibt weiter, ohne an frühere Erfolge anknüpfen zu können.

 

Armin Strohmeyr, Dr. phil., geb. 1966 in Augsburg, lebt als freier Autor und Publizist in Berlin. Er veröffentlichte Biografien u.a. über Klaus und Erika Mann, Annette Kolb und George Sand, außerdem verschiedene Porträtsammlungen, etwa über die Frauen der Brentanos.

Darüber hinaus ist er Herausgeber mehrerer Lyrik-Anthologien sowie der Werke des expressionistischen Lyrikers Oskar Schürer und der jüdischen Dichterin Hedwig Lachmann.

 

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