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Deformierte Bürgerlichkeit

24,90

Christian Reder

 

2016, Paperback, 362 Seiten
Mandelbaum Verlag
978-3-85476-495-3

 

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Deformierte Bürgerlichkeit

Geboren 1944 in Budapest und aufgewachsen in Wien rekonstruiert der Autor ihm familiär bekannte Beziehungen zeitgeschichtlich relevanter Personen als explizit kritische Sicht auf eine nachwirkend deformierte Bürgerlichkeit.

Der Vater profitierte als Arisierungsbeauftragter für den Holzhandel, Freunde der Familie waren u.a. Österreichs letzter Außenminister im März 1938 Wilhelm Wolf, Neuland-Führer Anton Böhm, Taras Borodajkewycz und der spätere Bundeskanzler Klaus.

 

Vielfältig belegt wird ein Umfeld dargestellt, das von sich als Katholiken und ehemalige Nationalsozialisten verstehenden Jugendfreunden des Vaters geprägt war, die ursprünglich auf einen radikalen Nationalismus und ein angeblich homogenes christliches Abendland fixiert waren.

Das könnte die Haltlosigkeit solcher neuerlich propagierter Denkmuster begreifbarer machen – als latente Gefährdung sozialer Perspektiven für ein demokratisches Europa.

 

Christian Reder, Projektberater, Analytiker, Essayist. Seit 1985 Professor an der Universität für angewandte Kunst Wien, Leiter des von ihm aufgebauten Zentrums für Kunst- und Wissenstransfer, Emeritierung 2012.
Herausgeber der Buchreihe Edition Transfer bei Springer Wien/New York, Mitherausgeber von Recherche. Zeitung für Wissenschaft und von Volltext. Zeitung für Literatur, Wien.

 

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